Sicherheit


Sicher und millionenfach bewährt

Weltweit sind bereits mehr als 17 Millionen Fahrzeuge mit einem Erdgasantrieb ausgestattet. Im Jahr 2017 wurden in Deutschland 4.777 Erdgasfahrzeuge neu zugelassen. Derzeit fahren hierzulande 77.187 Fahrzeuge mit Erdgas – 3,9 % weniger als 2016. Aber im Wesentlichen ist in Deutschland seit dem Jahr 1998 ein kontinuierliches Wachstum zu verzeichnen. Täglich kommen neue Fahrzeuge hinzu, was beweist, dass ERDGAS als Kraftstoff praxistauglich ist. Übrigens, das erste Gasmotorenfahrzeug wurde bereits 1862 gebaut, noch bevor es Benzin- und Dieselfahrzeuge gab.

Erdgasautos sind so sicher wie jedes herkömmlich betriebene Fahrzeug. Die stabilste Komponente des Fahrzeuges ist der Erdgastank. Dieser unterliegt strengsten Sicherheitsprüfungen. Die Erdgas-Tankbehälter bestehen aus Stahl oder einem Stahl- / Karbon-Fasergemisch, welche weitaus sicherer als die Kunststofftanks für Benzin und Diesel. Der TÜV testet Erdgastanks auf einen Druck von 600 bar. Die allgemein auftretenden Belastungen durch mechanische Kräfte bei Unfällen werden damit bei weitem überschritten. Der Betriebsdruck beträgt lediglich 200 bar. Sicherheitsventile riegeln die Gaszufuhr sofort ab, wenn das Gas ungewollt austritt. Im Falle eines Unfalls wird es durch diesen Mechanismus kontrolliert ERDGAS abgelassen. Selbst beim Entweichen großer Gasmengen besteht keine Explosionsgefahr, denn ERDGAS ist leichter als Luft und verflüchtigt sich sofort in die Atmosphäre.

Die Bestandteile eines Flaschenventils:

  • Elektrische Abschaltung (Magnetventil)
  • Berstscheibe
  • Manuelle Abschaltung
  • Schmelzsicherung
  • Integriertes Rückschlagventil

Auch der Tankvorgang von Erdgasfahrzeugen ist ungefährlich, sehr komfortabel und unterscheidet sich nur in einem Punkt von dem anderer Kraftstoffe: Man zahlt deutlich weniger.

 

Sicherheitsvorschriften

Die ECE Regelung bezeichnet einen Katalog von international vereinbarten, einheitlichen technischen Vorschriften und Prüfverfahren für Fahrzeuge, Teile und Ausrüstungsgegenstände. Generell müssen Erdgastankbehälter unterschiedliche Anforderungen erfüllen, bevor sie für die Serienproduktion zugelassen werden. Dazu gehören verschiedene Druck-, Berst- und Bruchprüfungen sowie die Feuerschutzprüfung bei mindestens 590 Grad Celsius und die Durchschlagprüfung mit einem Hartkerngeschoss.

Darüber hinaus gibt es bei der Fertigung von Erdgastankbehältern eine zerstörungsfreie Prüfung an allen Zylindern sowie eine stichprobenartige Zerstörungsprüfung. Zur zerstörungsfreien Prüfung eines jeden Zylinders gehört: die Härteprüfung, die Ultraschallprüfung um Risse auszuschließen sowie die hydraulische Prüfung, um die Dichtheit zu gewährleisten. Bei der stichprobenartigen Zerstörungsprüfung, werden die Behälter einer Zug- und Aufprallprüfung sowie Druck- und Berstprüfungen unterzogen.

 

ADAC Crashtest bestanden

Der ADAC erwies die hohe Sicherheit von erdgasbetriebenen Fahrzeugen mittels Crashtest. Das Ergebnis: Bei einem Unfall verhält sich ein Erdgasauto ähnlich wie ein benzin- oder dieselbetriebenes Fahrzeug. Ebenso besteht kein erhöhtes Brandrisiko.
Zum Crashtest von ADAC

 

ERDGAS ist ungiftig

ERDGAS ist weder toxisch noch krebserregend. Zur Wahrnehmung von austretendem ERDGAS wird diesem ein durchdringender Geruchsstoff beigemischt. Der ungefährliche Stoff ist stark riechend und wird so bereits bei einer Konzentration von einem Prozent – und damit weit unter der Gefahrengrenze (von 5 bis 16 Prozent) – wahrgenommen.

 

Parkhäuser & Tiefgaragen

Das Parken von Erdgasautos ist in Parkhäusern und Tiefgaragen nach den Länderbauordnungen in allen Bundesländern erlaubt. Das Hausrecht stellt aber jedem Parkhausbesitzer frei, welchen Fahrzeugen er Einfahrt gewährt und welchen nicht.